Die Brillanz von Mr. Brooks – Kevin Costners unterschätztes Horror-Juwel

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A Killer’s Apprentice

Dane Cook ist in erster Linie ein Stand-up-Komiker, der zum Film übergegangen ist. Er ist kein Schauspieler von Beruf, sondern ein Beobachter des menschlichen Verhaltens, was ihn zu einer Art Talent macht. Ob man ihn liebt oder hasst, in Mr. Brooks ist sein Mr. Smith eine abscheuliche Kreatur und ein perfekter Sündenbock für Earl.

Selbst Marshall, der Brooks ermutigt, seinen abartigen Gelüsten zu frönen, ist von Smiths opportunistischer, wieselartiger Art angewidert. Sein Versuch, Earl durch Erpressung aus der Reserve zu locken, wird ihm schließlich zum Verhängnis.

In Smiths Fantasien ist er ein Killer wie Brooks. In der Realität ist er jedoch geistig nicht auf das vorbereitet, was das mit sich bringt. Seine Trainingseinheit endet damit, dass er eine Urinpfütze auf dem Boden hinterlässt. Diese Sauerei entlastet Brooks von den Morden.

Cook gelingt es, sich in Smiths Schmunzeln hineinzuversetzen und ihn mit Leichtigkeit zu verkörpern. Er macht seine Figur unsympathisch, und als er durch die Hand von Earl sein vorzeitiges Ende findet, jubeln wir als Zuschauer innerlich.

Die Sünden des Vaters

Der letzte Akteur, den es in dieser Geschichte zu untersuchen gilt, ist Brooks‘ Tochter Jane, die von Danielle Panabaker mit berechnender Coolness gespielt wird. Nachdem sie das College abgebrochen hat, beschließt Jane, ihren Vater zu überreden, sie in seinem Unternehmen arbeiten zu lassen.

Enttäuscht von der Entscheidung seiner Tochter weigert sich Earl, sie einzustellen und versucht, sie zu zwingen, wieder zur Schule zu gehen. Frustriert vertraut Jane schließlich ihren Eltern (Marg Helgenberger spielt ihre Mutter Emma) an, dass sie schwanger ist.

Erst schockiert, findet sich Earl damit ab und bietet an, sich um sein Enkelkind und Jane zu kümmern. Doch irgendetwas nagt noch an ihm. Da ist die Frage nach ihrem verschwundenen BMW, von dem sie behauptet, er sei gestohlen worden. Wie sich herausstellt, wird ein Student auf dem Campus ermordet und die Polizei kommt zu Brooks‘ Haus, um Jane zu befragen.

Obwohl sie ihre Unschuld beteuert, weiß Earl, dass sie genau wie er ist. Er vermutet, dass sie das Verbrechen begangen hat. Also beschließt er, die Sache zu bereinigen, indem er zu ihrem College-Campus fährt und den Mord mit einem anderen Opfer nachstellt. Auf diese Weise entsteht der Eindruck, dass ein Serienmörder sein Unwesen treibt.

Blurred Lines

Während er sich mit diesem kleinen Melodrama beschäftigt, überlegt er, wie er Mr. Smith loswerden kann. Mit einem echten moralischen Dilemma zu ringen, ist Brooks fremd, aber auf eine seltsame Art versteht er den Unterschied zwischen Gut und Böse.

Er hat ein Gewissen, wenn es um seine Tochter geht. Kurzzeitig spielt er mit dem Gedanken, sie ins Gefängnis gehen zu lassen. Natürlich entscheidet er sich dafür, sie zu retten.

Aber am Ende träumt er, dass seine Tochter ihn ersticht und sieht zu, wie sein Lebenssaft aus ihm herausfließt. In seinem Herzen weiß er, dass er sich vielleicht vor ihr schützen muss. Sein letztes Kreuz, das er zu tragen hat, soll er Jane helfen, ihre Dämonen zu trainieren, oder versuchen, ihre Hilfe zu bekommen?

Ein Fall für Mr. Brooks

Dieser Film bekommt meiner bescheidenen Meinung nach nicht den Respekt, den er verdient. Es gibt einige gute Darbietungen, aber meistens wird er wegen Costners hölzernem Auftreten schlecht gemacht. Hier liegt Rotten Tomatoes meiner Meinung nach falsch.

Costners Charakter wird im Stillen gequält. Dieser innere Dialog mit Marshall ist sein einziges Ausdrucksmittel. Nach außen hin muss er den Schein wahren. Earl Brooks ist wie ein stiller Sturm.

Einige der besten Werke des Horrors sind psychologisch. Sie bleiben im Gedächtnis haften, lange nachdem man die Schreckmomente hinter sich gelassen hat. Selbst nach mehrmaligem Anschauen dieses Films ertappe ich mich immer noch dabei, wie ich ihn seziere und über verschiedene Szenen nachdenke.

Der Erfolg eines Unterhaltungsobjekts hängt schließlich von der Wirkung ab, die es auf sein Publikum hat. Wenn Sie diesen Film noch nicht gesehen haben, empfehle ich Ihnen, ihm eine Chance zu geben. Glauben Sie mir, er wird bei Ihnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Schließlich hat jeder von uns einige Dämonen zu verbergen.

Haben Sie Mr. Brooks gesehen? Teilen Sie uns Ihre Meinung im untenstehenden Kommentarbereich mit. Wir möchten von Ihnen hören.

Susan Leighton ist auf Twitter und Facebook @SusanontheLedge sowie auf Instagram @convirgin zu finden. Sie ist auch bei Friday Night Tights zu hören, der ultimativen Popkultur-Nachbereitungsshow beim Nerdrotic Podcast jeden Freitagabend um 23 Uhr ET/8 Uhr PT. Ihr könnt ihre wöchentliche Berichterstattung über IFCs Brockmire bei TV Series Hub sehen.

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